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News: Der Mythos der spanischen 100%-Finanzierung


News, der Mythos von der 100% Hypothek in Spanien
Geschrieben von Inmo Investments - 22 Jun 2016


Wie im restlichen Europa war es auch in Spanien eine übliche Praxis eine Hypothek bewilligt zu kriegen, die die gesamten Kosten des Hauskaufs abdeckt. Die Finanzkrise ab dem Jahr 2007 veränderte jedoch die Spielregeln. So sind 100%-Finanzierungen in der jetzigen Zeit die absolute Ausnahme für Hauskäufer in Spanien.

Seit dem Jahre 2015 beginnen einige Banken und Finanzinstitute wieder mit 100%-Finanzierungen zu werben, doch es handelt sich hier eher um eine Marketingstrategie, die Hauskäufer in Spanien anlocken soll. Aber Vorsicht, es gibt eine Kehrseite.

Die neue Welle der 100%-Hypotheken in Spanien unterscheidet sich deutlich von ihren Vorgängerprodukten vor der Krise, auch wenn ein Aspekt gleich geblieben ist: Man kann ein Haus kaufen, ohne für eine Anzahlung angespart zu haben.

Dennoch sichert sich der Gläubiger sehr gut ab. In der Regel wird eine weitere Immobilie belastet - beispielsweise ein Haus, das Sie zuhause ihr eigen nennen. Das hat weitreichende Konsequenzen, es bedeutet, dass der Gläubiger jeden Zahlungsausfall verfolgen kann, indem er einerseits das Haus in Spanien verkaufen kann und zusätzlich das als Sicherheit angegebene Haus.

Spanische Banken versuchen in der Regel die Inbesitznahme zu verhindern; seit 2007 wissen sie um die negativen Folgen und dass es nicht in ihrem Interesse ist. Einige Gründe sind die Wiederverkaufskosten, die Übernahme unbezahlter Steuern und anderer Ausgaben plus der Verlust, den sie abschreiben müssen aufgrund der negativen Preisentwicklung.

Die Geldinstitute werden von der spanischen Zentralbank unter Druck gesetzt, verantwortungsvoll ihre Hypotheken zu vergeben und Hochrisiko-Investments zu vermeiden. Es wird nur eine 100%-Finanzierung gewährt, wenn der Antragsteller eine reine Weste in Bezug auf Darlehen hat und seit Jahren ein regelmäßiges Einkommen von einem seriösen Unternehmen oder Konzern vorweisen kann.

Wie in den Jahren vor 2008 sind die 100%-Finanzierungen mit Risiko behaftet, nur dass heutzutage das Risiko vom Käufer anstatt vom Gläubiger getragen wird. Gebühren und sonstige Kosten sind oft nicht so vorteilhaft wie bei "normalen" Hypotheken und es gibt viel weniger Auswahl in Spanien.

Obwohl die Verleiher einen neuen Weg gefunden haben 100%-Finanzierungen zu vermarkten, indem sie zusätzliche Sicherheiten fordern, hat sich nicht viel daran geändert, dass die Käufer einem Risiko bei Wertverlust ausgesetzt sind. Auch wenn der spanische Immobilienmarkt sich komplett gewandelt hat und im Jahr 2015 einen Wendepunkt erreicht hat, sind Käufer, die 100%-Finanzierungen in Anspruch nehmen, einem höheren Risiko ausgesetzt als Käufer, die einen Teil für ihre spanische Immobilie selbst beigetragen.

Zusätzlich sollten Käufer davon ausgehen, dass sie Hypothekenausfallversicherung bezahlen müssen. Es handelt sich hierbei um eine Versicherungspolice, die den Gläubiger für den Fall eines Zahlungsausfalls des Schuldners schützt. Der Gläubiger wird darauf bestehen, jedoch ist es der Schuldner, der dafür bezahlt.

Jedoch sind auch bei einer 100%-Finanzierung nicht 100% der Kosten abgedeckt. Die spanische Steuergesetzgebung sieht erhebliche Nebenkosten für die Käufer einer Immobilie in Spanien vor, in der Regel ca. 10-13% vom Kaufpreis. So muss ein Käufer bei einer Hypothek und Kaufpreis von 100.000 Euro um die 13.000 Euro selbst aufbringen, um die Kaufnebenkosten begleichen zu können.

Heutzutage ist es für spanische Banken üblicher 80%-Finanzierungen anzubieten, so bleiben dem Käufer 20% vom Kaufpreis und ungefähr weitere 10-13% für die Kaufnebenkosten ihrer Immobilie in Spanien.

Aufgrund der Risiken, die mit einer 100%igen Finanzierung einhergehen, sollten Käufer sich im eigenen Interesse lieber auf konventionelle Finanzprodukte konzentrieren, um langfristig ruhiger schlafen können, anstatt sich zu bemühen, eine der wenigen 100%-Finanzierungen zu erhalten und aufgrund der strengen Auflagen daran zu scheitern.



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